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Infotext |
Cover 1 (low) |
Cover 2 |
Cover 3 (low) |
BandwebsiteDie musikalische Sozialisierung des Popmusikhörers entscheidet sich unumstößlich beim ersten Kauf eines Tonträgers. In den Achtzigern mussten sich die verwirrten Jugendlichen zwischen „The queen is dead“ und „Invisible touch“ entscheiden, in den Neunzigern hieß die Glaubensfrage: Beck oder DJ Bobo. Die Musiker der Osnabrücker Band nezzer gehörten jeweils zu den Käufern der jeweils erstgenannten Künstler. Auf „red plastic“ dominieren deshalb statt klebriger Stampfbeats und vielsagender Rhymes (Zitat DJ Bobo: „Music is what I'm livin' for“) sägende Gitarrenwände, verspielte Melodielinien treffen auf rasselnde Hooks und irgendwie klingt alles ein bisschen staubig, ohne dass der Sound wie aus dem Staubsauger klingt. Der Opener „Radio“ definiert die Band vielleicht am besten: im Uptempobereich liefern sich Gitarre und Drums ein rassiges Duell, das in einem unverschämt süchtig machenden Chorus noch lange nicht entschieden ist.
Wichtig ist den fünf Musikern bei der Veröffentlichung des ersten offiziellen Albums nach mehreren EPs und Sampler-Beiträgen in Eigenregie der Faktor Popkultur. So gibt es die CDs ausschliesslich im Package mit einer 180 Gramm schweren LP in knallrotem Vinyl und hangefertigten, transparenten Hüllen. Im wahrsten Sinne des Wortes „red plastic“ also!





