TIMEZONE RECORDS: KUENSTLERDETAILS

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Andreas Schulz


Andreas Schulz


Who?
Andreas Schulz ist seit Jahren eine feste Größe in der deutschen Gitarristen-Szene. Er studierte u.a. bei der deutschen Jazzgitarrenikone Michael Sagmeister und besuchte Master-Classes bei internationalen Top-Playern wie John Abercrombie, Ralph Towner oder Mick Goodrick. Nachdem er im Herbst 2020 mit seiner Solo-CD Poem For A Glacier viel Zuspruch erfuhr, hat er für das Folge- Projekt The JOBIM Sessions drei Kollegen ins Studio eingeladen. Die vier Musiker kennen sich seit vielen Jahren und arbeiten in unterschiedlichen Formationen zusammen. Darüber hinaus zählen Markus Lihocky (saxophone, flute), Jens Biehl (drums, percussion, udu) und Ralf Göldner (percussion, drums, wavedrum) zu den kreativsten Köpfen der Rhein-Main-Szene und haben bei vielen Projekten und Aufnahmen vom intimen Duo bis zur Big Band einen klangvollen Beitrag abgeliefert. Die drei Musiker sind die perfekte Ergänzung zu Multiinstrumentalist Andreas Schulz, der bei diesem Album für eine Vielzahl von Saiteninstrumenten und Bässen zuständig war, die Arrangements beisteuerte und das gesamte Projekt im eigenen Studio bis zum fertigen Master produzierte.

What?
Das Repertoire der JOBIM Sessions ist bemerkenswert: 14 beliebte und bekannte Songs des brasilianischen Komponisten Tom Jobim – allerdings nicht im gewohnten Bossa-Nova-Sound interpretiert, sondern kreativ und furchtlos in neue musikalische Zusammenhänge gestellt, komplett umarrangiert, teilweise verfremdet und in Taktart, Groove, Melodieführung und Harmoniefolge abstrahiert. „Wir wollten Jobims Musik respektvoll dekonstruieren und auf überraschende Weise neu arrangieren, handwerklich und künstlerisch auf hohem Niveau, aber dennoch für ein breites Publikum anhörbar,“ sagt Andreas Schulz. Die Bandbreite reicht vom sparsamen ‚Favela‘ mit Steelstring, Dobro und Udu bis hin zum dicht arrangierten und mit über 8 Minuten Spielzeit wohl ambitioniertesten Song ‚Demais‘. Selbst Songs wie das weltbekannte ‚Girl from Ipanema‘ erfahren eine aufregende Neuinterpretation, bei der man den Ursprungs-Titel überhaupt erst nach knapp 2 Minuten Spielzeit wiedererkennt. Weitere bemerkenswerte Tracks sind ‚Agua De Beber‘ als Funk- Shuffle, ‚Once I Loved‘ im Americana-Sound, ‚Chega De Saudade‘ mit Anklängen an den Tango Nuevo oder ‚How Insensitive‘ mit Drum-Loops im Chillout-Ambiente.

Story
The JOBIM Sessions ist ein Produkt des dritten Corona-Lockdowns, aufgenommen von Dezember 2020 bis März 2021. Beim Anhören kaum zu glauben: Wegen der Pandemie-bedingten Hygieneregeln haben die Musiker zu aller Sicherheit keinen einzigen Titel live zusammen eingespielt; alle Spuren wurden nacheinander im Studio aufgenommen. Entsprechend viel Vorarbeit floss in Arrangements, Absprachen und Guide-Tracks. Da die vier Instrumentalisten zum Teil seit über 20 Jahren zusammenspielen, hat dieser Workflow funktioniert und trotz der Track-by-Track-Arbeitsweise zu einem höchst responsiven Zusammenspiel geführt.
Ergebnis: 14 Songs mit akustischer Crossover-Musik vom Feinsten, stilistisch changierend zwischen Jazz, Latin, Folk, Americana und Weltmusik. Auch die Bandbreite an Sounds ist enorm, das kunstvolle Aufschichten von beeindruckenden 3D-Hörlandschaften in extrem klarem und organischem Sound macht das Hören von The JOBIM Sessions zu einem Genuss. Klangqualität und Ästhetik dieser Produktion liegen auf höchstem Niveau.

Thoughts
Schweren Herzens mussten die Musiker miterleben, wie während der Aufnahmephase von The JOBIM Sessions gerade Brasilien zum weltweit schlimmsten Hot-Spot der Corona-Pandemie wurde. Die dortigen monströsen Zahlen der täglichen Neuinfektionen und Covid-Todesopfer in Kombination mit dem politischen Missmanagement dieser Krise waren der traurige Hintergrund dieser CD- Produktion. „Mit unserem Projekt und der entstandenen Musik möchten wir herausstellen, dass Brasilien ungeachtet der Corona-Pandemie der Welt wunderbare Musik geschenkt hat. Wir möchten mit unseren musikalischen Interpretationen von Jobims Songs daran erinnern, dass es eine brasilianische Lockerheit gibt, die den Bossa Nova zu einem Soundtrack cooler Leichtigkeit und gelassener Urbanität gemacht hat,“ sagt Gitarrist Andreas Schulz.

Das Magazin AKUSTIK GITARRE (Ausgabe 5-21) über The JOBIM Sessions „Manchmal sparsam, dann wieder üppig instrumentiert, wird die Bossa Nova hier aus der Perspektive, mit dem Wissen und der (Spiel-)Technik eines heutigen Fusion-Jazzers angedeutet, umgedeutet, modernisiert. Schulz streut mit großartigem Effekt sogar Slide- und Dobro-Sounds ein. Das Ergebnis ist ein traumhaftes Album, dessen viele Feinheiten auch mehrfaches Hören lohnen, während die entspannte Atmosphäre aus lockerer Präzision und Ideenreichtum vom ersten Ton an gefangen nimmt. Stichwort Ton: Die nie aufdringlichen Gitarrensoli innerhalb des Ensembles sind nicht nur von der Melodieführung her schlichtweg ein Genuss – man könnte auch durchaus Stunden schwärmen allein von diesem Sound. Oder dem Gesamtwerk nur sprachlos lauschen!“ (Michael Lohr)


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Cover: The Jobim Sessions
Album: The Jobim Sessions
Artist: Andreas Schulz
Genre: Jazz
Kat.-Nr.: TZ2165
Label: Timezone (12791)
Jahr: 2021

01. Corcovado 6:32

02. Once I Loved 5:22

03. Dindi 4:24

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Cover: Poem For A Glacier
Album: Poem For A Glacier
Artist: Andreas Schulz
Genre: Easy Listening
Kat.-Nr.: TZ2067
Label: Timezone (12791)
Jahr: 2020

01. Dolomites 4:05

02. Cloudy 3:04

03. Country Waltz 4:19