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Megan Nash


Megan Nash

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Den Titel ihres Albums Seeker zu nennen, war eine ganz selbstverständliche Sache für die kanadische Künstlerin Megan Nash, die sich bereits seit einiger Zeit zur Suche nach spiritueller Bedeutung bekennt. Das Bedürfnis, diese auf ihre eigene Weise zu finden, hat sich in den vergangenen Jahren nur noch verstärkt. Nun kanalisiert Megan Nash ihre Gedanken in den elf Songs ihres zweiten Albums Seeker, besonders im Titel-Track. In ihm verarbeitet die aus dem ländlichen Raum der Provinz Saskatchewan stammende Musikerin verschiedene lebensverändernde Erfahrungen, während sie sich musikalisch auf neues, hymnisches Terrain wagt.

Der Song „Seeker“ steht in vielerlei Hinsicht auch für den ganzen Mikrokosmos des Albums. Als Nachfolger des vielerorts gelobten Debüt-Albums Song Harvest Volume One, fängt Seeker seither Megan Nashs kreative Entwicklung hervorragend ein und hebt im Studio ihre persönlichen, roots-basierten Songs in neue Höhen. Der offensichtliche Unterschied zum Debüt ist, dass Nash die neuen Songs nicht allein, sondern in Kollaboration mit der kanadischen Ambient/Alt-Rock Band „Bears In Hazenmore“ aufgenommen hat. Die Chemie zwischen Band und Megan stimmte vom ersten Treffen an.

Megan Nash selbst beschreibt Seeker als „maßlos“, obwohl dies im engeren Sinne genau als das verstanden werden kann, was die Künstlerin tun wollte. Sie fügt hinzu, dass sie sich stets als einfache Singer/ Songwriterin am wohlsten gefühlt habe, da es ihr die Freiheit erlaube, jede musikalische Richtung zu verfolgen, die sie als passend empfindet. Jener Geist des Abenteurers herrscht auf dem ganzen Album vor, wie in den atmosphärischen „Girl vs Ocean“ und „Summer“, den euphorischen „Lavender & Leather“ und „Off Sale Gin“ sowie auch in den grüblerischen Titeln „Saturn“ und „Vampire“. Die Art, wie Megan Nash und ihre Band die Songs zum Album zusammenschnüren erweckt den Eindruck, dass sie vielmehr seit Jahren denn seit einigen Monaten zusammen spielen.

Es gibt zudem noch Einiges zu erzählen zur eng miteinander verbundenen Musikszene Saskatchewans, von deren Musikern es kürzlich auch einige auf die internationalen Bühnen geschafft haben. Viele von ihnen - wie Megan Nash - sind auf Farmen aufgewachsen. Etwas, von dem Megan denkt, es trage zu einer angemessenen Work/Life-Balance unabhängiger Musiker bei. Dennoch war Musik für sie kein vorbestimmter Lebensweg. Mit 16 Jahren hatte die Künstlerin ein Punk-Konzert im örtlichen Kulturzentrum miterlebt, bei dem einige Schulkameraden auftraten. Ein Erlebnis, das die Künstlerin immer noch mit Ehrfurcht beschreibt und den Gedanken hervorrief, ihre Kameraden hätten es damit „geschafft“.

„Wir hatten kein Kabelfernsehen und kein Internet als ich aufwuchs, also klammerte ich mich an alles, was ich hörte. Das Meiste davon wird als vollkommen uncool betrachtet, aber das stört mich nicht“, sagt sie. „Wir hatten einen Country Radio Sender, welcher mir irgendwann Künstler wie Patsy Cline, Loretta Lynn und Dolly Parton nahe brachte - starke, weibliche Stimmen, die nach wie vor Quellen meiner größten Inspirationen sind, neben Stevie Nicks, K.D. Lang und Neko Case“.

Megan Nash wird die Verbindung zu diesem Lebensabschnitt nie verlieren, jedoch finden sich auf Seeker nur noch wenige Spuren davon. Als künstlerisches Statement bildet das Album die volle Bandbreite ihrer Talente als Songschreiberin, Sängerin und Produzentin ab. Seeker ist damit vorläufiger Höhepunkt ihrer Entwicklung während sie sich gleichzeitig aufmacht, den nächsten zu erreichen.

Auf dass dir Seeker bei deiner eigenen Suche dienlich sei!


Album: Seeker
Artist: Megan Nash
Genre: Alternative
Kat.-Nr.: TZ1586
Label: Timezone (12791)
Jahr: 2017

01. Bad Poetry 3:38

02. Lavender & Leather 3:11

03. Vampire 4:08