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Sex In Space


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Juli 2018. Die musikalische Institution Album wackelt, die CD droht gänzlich auszusterben und Streaming-Dienste feiern wöchentlich neue Rekordmarken. Musik droht zum Abfallprodukt zu verkommen. Hauptsache, die Tracks sind sofort verfügbar und leicht nebenher zu konsumieren. Eine Entwicklung, die bei der Produktion von „Intergalactic Intercourse“ so gar keine Rolle gespielt haben dürfte. „Die genaue Produktionszeit ist schwer auszurechnen, doch es waren ganz sicher einige Jahre“, berichtet Frontmann Maik Bolte, der das Werk gemeinsam mit Sebastian Schlattmann aus der Taufe gehoben hat. Für das Bluesrock-Duo aus Osnabrück wurde der Begriff Künstler erfunden, denn bei diesem Album wurde an jedem Detail selbst Hand angelegt. Von den Texten über die Produktion bis hin zum Artwork entstammt alles der Schaffenskraft der beiden Bandkollegen.

Musikalischer Spagat zwischen Real Life & Sci-Fi

Das Beste an Sex in Space ist, dass dieses Album ebenso simpel wie genial ist. Simpel, weil einem immer wieder Riffs und Rhythmen begegnen, die man mitunter den Rest des Tages nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Genial, weil einen die lyrischen Themen noch viel länger beschäftigen. Das Soundbild ist irgendwo zwischen Black Keys und The White Stripes anzusiedeln, „Intergalactic Intercourse“ könnte aber ebenso gut der Soundtrack des neuesten Tarantino-Blockbuster sein. Elf Tracks mit Power, Tiefgang, Melancholie und dem musikalischen Spagat zwischen Real Life und Sci-Fi. „Sex in Space“ eben. Kann man sich generell wohl vorstellen, hat man aber irgendwie leider noch nie erleben dürfen.

„Intergalatic Intercourse“: Der Hörer bestimmt den genauen Kurs

Sex in Space nehmen ihre Hörer mit auf eine Reise, deren Kurs diese selber bestimmen können. Bereits das Intro namens „Intergalatic Intercourse“ lässt erahnen, wohin es gehen könnte – endlose Weiten, einzigartige Sphären. Spätestens „Lioness“ und „Mayor of Babylon“ brechen dann das Eis für jeden Fan handgemachter Musik, der nicht zwischen Bryan Adams und U2 gefangen ist. Alles hochprofessionell eingesungen und eigenhändig von den beiden eingespielt, obwohl die zwei eigentlich ihre Wurzeln im HipHop haben und zunächst lernen mussten, wie man eine Rock-Platte produziert. „Es läuft alles nach Gehör und Gefühl. Einen Song vom Album habe ich tatsächlich zuvor geträumt und via Sprachnachricht in mein Smartphone gesprochen.“ Die anschließende Umsetzung dauerte ein paar Stunden. An anderen Stücken wurde über mehrere Monate hinweg gearbeitet.

Musikalische Wurzeln blitzen immer wieder auf

Deutlich herauszuhören sind an vielen Stellen der musikalischen Ursprung der beiden „Sex in Space“-Mitglieder, die vor vielen Jahren bereits gemeinsam an Rap-Tracks feilten. Herausgekommen ist ein Album, das eigentlich ins Tapedeck eines kalifornischen Oldtimers mit Faltdach gehört, aber ganz sicher auch auf jeder interstellaren Reise funktioniert.


Album: Intergalactic Intercourse
Artist: Sex In Space
Genre: Hiphop
Kat.-Nr.: TZ1627
Label: Timezone (12791)
Jahr: 2018

01. Intergalactic Intercourse 3:28

02. Lioness 4:38

03. Mayor Of Babylon 4:34